Zertifizierung

Warum Zertifizierung?

Die in den Jahren 2009 und 2010 von der DIMB durchgeführten Tests ausgewiesener Wegenetze haben ein ernüchterndes Ergebnis geliefert. Fast alle getesteten Strecken verliefen auf breiten Forstwegen, führten ohne Höhepunkte von einem Anstieg zum nächsten und resultieren für die Streckentester am Ende in reichlich Frust und Langeweile, weil keine der Erwartungen von Mountainbikern an eine Mountainbikestrecke erfüllt wurden.

Die Präsentation der Ergebnisse bei den Streckenbetreibern zeigte dann fast immer, dass die Verantwortlichen die Bedürfnisse und Erwartungen der Nutzer an die Strecke nicht kennen und/oder vor Ort nicht umsetzen konnten.

Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken, wurde beschlossen, über das Mittel einer Zertifizierung sicherzustellen, dass Mountainbiker tatsächlich Wege und Strecken vorfinden, die einen gewissen Standard erfüllen. Auf diese Weise kann auf zertifizierten Strecken sichergestellt werden, dass die Biker nicht in den gleichen Frust verfallen wie die Streckentester zuvor und so alle beteiligten Parteien etwas von der Schaffung ausgewiesener Strecken haben.

Was kann zertifiziert werden?

Die Zertifizierung wurde unter der Maßgabe entwickelt, ausgewiesene Strecken zu bewerten. Unter Federführung von Peter Scherzer ist über die Zeit und viele Tests eine Bewertungsmatrix für MTB-Strecken entwickelt wurden, welche anhand möglichst objektiver Kriterien eine Entscheidung zulässt, ob eine Strecke die Erwartungshaltung der Mountainbiker erfüllt oder nicht. Verdeutlicht wird dies anhand der beiden Zertifizierungssiegel „Tour“ und „Trailtour“, welche vor allem für touristische Angebote in Betracht kommen.

Neben Strecken können aber auch einzelne Trails zertifiziert werden. Für den Sonderfall „Flowtrail“, also einen einzelnen Trail und keine gesamte Strecke, sind die Anforderungen und damit Kriterien unter Federführung von Thomas Kleinjohann entwickelt und an einigen Mustertrails umgesetzt wurden. Hier steht in erster Linie die Besucherlenkung vor Ort im Fokus, wobei ein Flowtrail natürlich auch in eine „Tour“ oder „Trailtour“ eingebunden und somit verstärkt touristisch genutzt werden kann.

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