Kriterien Flowtrail

Was sind „Flowtrails“?

Premium-Biketrails der Kategorie „Flowtrail“ sind spezielle Wegetypen für Biker, die durch ihren welligen Verlauf mit Anliegern, Shore-Elementen und kleinen bis größeren Sprüngen Achterbahn-Feeling aufkommen lassen. Die vielen spielerischen Elemente können auf der blauen und roten Streckenführung auch ohne exzellente Fahr- oder Sprungtechnik gemeistert werden. Dies zaubert Tourenbikern bis Freeridern gleichermaßen ein breites Grinsen in das Gesicht. Die Cracks finden dann auf den schwarzen Abschnitten die gewünschte Herausforderung und Airtime.

Damit Biker bundesweit gleiche Spaß- & Qualitätsstandards vorfinden, sind die Rahmenbedingungen der Flowtrail-Kriterien einzuhalten.

Referenzen

Als Referenzmodell im Rahmen der Zertifizierung gilt der Flowtrail Stromberg, der seit seiner Eröffnung im Mai 2011 wöchentlich durchschnittlich 250 Biker in seinen Bann zieht. Dem folgten die nicht minder spannenden Flowtrails in Ottweiler (Saarland), Kreuzberg (Rhön) und Bad Endbach (Mittelhessen). Deutschlandweit sind mit Stand Januar 2015 fünf neue Flowtrails nach DIMB-Kriterien in Planung bzw. Entstehung.

Die Zielgruppe

Die große Biker-Umfrage 2010 der DIMB mit fast 10.000 Teilnehmern hat zu Tage gebracht, dass 75% der Biker flowige Trails lieben. Damit sind die neuen Flowtrails die optimale Möglichkeit, mit überschaubarem Aufwand die größte Biker-Zielgruppe zu erreichen, Regionen für den MTB-Touristen aufzuwerten und nachhaltig am Markt zu etablieren.

Durch die Implementierung von Flowtrails in Rundstrecken besteht zudem die Möglichkeit, vergleichsweise langweilige Bikerunden zum Erlebnis aufzuwerten. Die gesamte Runde kann in den Status eines Premium-Biketrails der Kategorie „Trailtour“ gehoben werden.

Die Entstehung

Flowtrails werden entweder extra für Biker angelegt oder entstehen durch Modifizierung eines geeigneten, vorhandenen Wegs. Das Flowtrail-Konzept orientiert sich in weiten Teilen an dem sehr gelungenen IMBA FlowCountryTrail-Konzept. Das Konzept wurde durch die DIMB modifiziert, auf deutsche Verhältnisse zugeschnitten und um einfache Freeride-Elemente ergänzt, die dem Tourenbiker ermöglichen, sich z.B. an das Springen und fahrtechnische Herausforderungen heran zu tasten. Dabei nehmen die Streckenanlage und der Streckenverlauf eine zentrale Rolle ein, die letztlich für das Vergnügen entscheidend sind.

Die Umweltbelastung

Durch die möglichst parallele Streckenführung unmittelbar zu ohnehin frequentierten Hauptwegen wird ein übermäßiges „Raum greifen“ vermieden und damit die Abstimmung mit dem Forst, dem Naturschutz und anderen beteiligten Stellen erleichtert und die Akzeptanz bei Jagdpächtern wird erhöht. Denn so hält sich die Belastung für die Umwelt  in einem vertretbaren Rahmen.

Aufgrund der überschaubaren Umweltbelastung sind Flowtrails eine hervorragende Alternative, um in konfliktbehafteten Gebieten eine funktionierende Besucherlenkung zu installieren, die ohne Verbote auskommt. Denn dieses Trailangebot wird von der ganz überwiegenden Mehrheit der Biker der langweiligen Forstpistenabfahrt mit Fußgängerslalom vorgezogen. Zugleich nehmen dort, wo legal gebaut werden kann, die nicht genehmigten Bauaktivitäten um bis zu 90% ab.

Die Kosten

Der Bau der Strecken ist maschinell oder auch in Handarbeit z.B. durch Vereine, und damit sehr kostengünstig, möglich.

Die Leistungen

Die DIMB bietet nicht nur die Zertifizierung an, sondern berät zudem Flowtrailinteressenten, vernetzt potentielle Streckenbetreiber mit professionellen und erfahrenen Planungspartnern etc.
Interessenten können sich gerne an info@premium-biketrails.de wenden.

Weitere Informationen

Streckenimpressionen und Videos zum Referenztrail in Stromberg finden sich auf der Homepage des Flowtrails unter www.flowtrail-stromberg.de.

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